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BAUPHASE III

(ERDBEBEN 5.2.62n.- VESUVAUSBRUCH 24.8.79n.)

Das Erdbeben, dessen Epizentrum in Pompeji lag, hat auch in der Villa schwere Schäden hinterlassen. Von den Erdstössen waren vor allem die fragilen Konstruktionen der Dachstühle und Säulenordnungen betroffen.

Bei den Wiederaufbauarbeiten ist deshalb deutlich ein Motiv der Verstärkung und Aussteifung der konstruktiven Teile zu erkennen, um größere Standsicherheit zu erreichen. Ausserdem war offenbar die Wasserversorgung unterbrochen, sodass auch dafür andere Lösungen gefunden werden mussten.141

Mehrfach wurde zu Notlösungen und Vereinfachungen gegriffen. Im allgemeinen wurden jedoch die bekannten Baumaterialien und Bautechniken weitergeführt. Neu ist nur die Verwendung von Spolien und Opus lateritium für Vermauerungen. Bei den Neudekorationen zeigen sich erste Beispiele des IV.Stils.

Die Bevölkerungsstruktur hatte sich in Pompeji sowohl in sozialer als auch wirtschaftlicher Hinsicht gewandelt. Wer es sich erlauben konnte, war aus der zerstörten Stadt fortgezogen. Der Besitz vieler wohlhabender Familien wechselte über in die Hände von Freigelassenen, Kaufleuten und Spekulanten.142