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BAUTECHNIK UND DEKORATION

1. Hinzu kommen Wände aus Opus quasi reticulatum mit Portalen, die Sarno/Tuff-Leibungen, Entlastungsbogen aus kleinen Tuffelli mit Tympana aus Opus quasi reticulatum und Travertin/Basalt-Schwellen aufweisen. Carrington (Notes, 132) ordnet Opus quasi reticulatum klar der sullanischen Periode zu.

2. Auch die neue Technik der scheitrechten Bögen aus Tuffelli in der grossen N-Porticus tritt im Zusammenhang solcher Befunde erstmals in der Kolonie auf. Scheitrechte Bögen kommen in Pompeji erst nach Gründung der Kolonie auf ('Villa des Diomedes', Grosse Palästra, Curia, Eumachia, Macellum, Haus VI.8.23-24, und zahlreiche Andere).

3. Dekorationen und Wandputz im II.Stil mit Stuckgesimsen und vermuteten Tafeln mit Holzrahmen im Atrium, Travertin und Marmor-Fussböden, Signinum der Gruppen 1-5 gehören in die Zeit 80-70v. Ferner finden sich auch Fussböden aus Travertin-Splittern der Gruppe 1 erstmals, mit Ausnahme der Casa del Fauno< in den Portiken der Villa.

Grundstück, Architektur, Bautechnik, Baumaterial und das osk. Maß-System bilden mit dem Raumprogramm die Grundlagen des Entwurfes für die Villa. Auf der Basis des Entwurfsrasters  [Abbildung 59]) entstehen Grundriss, Ansichten, Schnitte und Details der Bauphase I.

Abgeleitet aus dem in einem Achsensystem unter dem Winkel von 60 Grad N orientierten, offenbar durch eine neue Landvermessung nach der Gründung der Kolonie neugebildeten Herediums von 240x240 osk.', zeichnet sich mit einem Grenzabstand von rundum 30 osk.' und einem Achsenkreuz, der Grundriss der Villa ab.