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N-BEREICH 400

In der N-Porticus wurden die Pfeiler 3 und 4 ab der N/S-Achse mitsamt den scheitrechten Bogen abgetragen und die Sala apsidata 404-407 mit den O- und W-Nischen 407 und 406, sowie der N-Apsis 405 Foto [Abbildung 101] mit Mauerecken in Opus listatum aus gelbem Tuff geschaffen. Die N-Apsis konnte nicht von einer Verlängerung des Daches über dem N-Bereich überdeckt werden und war deshalb vermutlich mit einen kleinen Giebel versehen.

Die Apsis hat über dem N-Fenster einen geschwungenen scheitrechten Bogen als einmalige Konstruktion in Pompeji. Das S-Bogenportal zu Oecus 410 wurde bis auf eine Tür von B 100 cm mit Leibungen aus Opus listatum in gelbem Tuff geschlossen. In der SW-Ecke des Raumes wurden Ziegel zum Einbinden der Mauer in die Wand des N-Oecus verwendet, dort ist auch ein Rest der Dekoration III.Stils mit schwarzem Grund erhalten. Der alte Fussboden wurde auf eine Tiefe von -10 bis -15 cm NN abgetragen und der Raum mit Cocciopesto versehen.132

Durch den Einbau der Sala apsidata entstand zunächst der verlängerte NO-Gang 408 mit einer Nische und einem freien Ausgang nach N. Nach W verblieb der offene Raum 401-403 mit der neu entstandenen SO-Nische.

Am O-Ende der Porticus 701 wurde Raum 409 (Maiuri 22) durch die Wand mit Mittelpfeiler aus Opus listatum in gelbem Tuff, in der NW-Ecke einem Fenster und in der SW-Ecke der Tür mit Marmor-Schwelle 45 abgetrennt. Die Portale zur Treppe, zum N-Oecus 410, sowie der Durchgang zu Raum 617 wurden zugemauert. Der Raum hat einen weißen Mosaik-Fussboden mit kleinen Tessellae, Gruppe 5 und schwarzem Rahmen.

Der O-Gang 417-419 wurde in 3 kleine Cubicula unterteilt und horizontal mit einer Holzbalkendecke versehen. In Cubiculum 417 wurde die W-Tür geschlossen, darin jedoch die Nische belassen. Darunter wurde der Herd angelegt, vor der O-Wand der Lectus mit eingetieften Enden und auf der S-Seite das Fenster eingebaut und die Öffnung aus der Dekoration des Peristyls ausgeschnitten. Der Raum trägt roten Feinputz und bekam einen neuen Fussboden vermutlich aus Cocciopesto.

Das mittlere Cubiculum 418 erhielt ebenfalls je einen Herd und Lectus. Über seinem S-Ende lag eine Regalwand, deren Schäfte sich abzeichnen. Auch dieser Raum hat roten Feinputz. Der Fussboden aus Signinum der Gruppe 3 wurde belassen. Cubiculum 419 wurde durch eine O-Tür von 79x187 cm mit ausgerückter Leibung und Basalt-Schwelle 62 erschlossen. Der Lectus liegt hier entlang der W-Wand. Der Raum trägt roten Feinputz und bekam einen neuen Boden vermutlich auch aus Cocciopesto.

Im OG wurde der Gang nicht unterteilt. Nach W wurde eine Tür von B 96 cm mit N-Leibung aus Tuff geschaffen. Sie führte in den nun ebenfalls mit einer Holzbalkendecke geteilten N-Gang 411. Die Tür in der NW-Ecke und das kleine Fenster in der NW-Ecke des OG-Raumes 200 wurden angelegt.