DAS RÖMISCHE MASS-SYSTEM
Die Anwendung des römischen Fussmasses hat sich in den Neu- und Ergänzungsbauten der Villa voll durchgesetzt. Sie tritt im Verbund mit den neuen Materialien und Bautechniken des Opus reticulatum, Opus vittatum, Opus testaceum und Opus listatum der Phase II auf. Nach Hecht128ist das Grundmaß aus der Summe der Maße am Objekt zu erschliessen.
Insbesondere unterliegen die grossen Veränderungen durch die Sala apsidata (ca.20x28'), im Bereich der Portiken der Phase I mit der Exedra (25x50'), den Loggien, Cubicula diurna (712, 10x15') und die Doppelporticus mit l.W. von 10' der Gänge und Säulenordnungen mit Achsabständen von 5' Aussen und 10' in der Mitte der neuen Massordnung.
Besonders geeignet für die Berechnung war die Doppelporticus auf der S-Seite. Aus den Achsmaßen der 7 sichtbaren von 13 Säulen ergibt sich ein Mittelwert von 29,57 cm für das römische Fussmass in der Villa.