GEBÄUDEBEREICHE
Torbereich 100 1-2 gesch.NO-Gebäude mit den Räumen (103-107) und Gang (102); OG des Torgebäudes (108/110) mit Treppe (111) ; 2-gesch. SO-Gebäude mit den Räumen (115/117) und Treppe (116); SO-Hof (112-114) mit 2-gesch. S-Gebäude (118/119)
Eingangsbereich 200 Unterteilung der N- und S-Säle in EG-Räume (200-202, 206-207). Einbau eines OG mit Unterteilung in Räume (200-202, 205-208).
Peristylbereich 300 Einbau von Brüstungsmauern und eines Zuganges in die Interkolumnien des EG. Errichtung einer Crypta (302-303).
N-Bereich 400 Sala apsidata (404-407) mit Nebenraum (401-403) und Gang (408), Teilung des O-Ganges in Cubicula (417-419).
S-Bereich 500 Umbau des Atriolums in eine 2-gesch. korinthische Anlage. Aufgabe des Balneum und Einbau einer Treppe in das Tepidarium, Neugestaltung der Räume (507-508) mit Seiteneingang (509), Küchentrakt mit neuer Ausstattung (512-514), Nebenräumen (515-516, 518) und Latrine (519).
Hauptbau 600 Umgestaltung der NW-Räume (604-607), des Tablinums (602) und der Raumgruppen (620-626 und 630-636).
Portiken 700 Umbau der Porticus in Cubicula diurna (702-714) an den NW- und SW-Ecken, Raum (409) an der N/S-Achse, N-,S-,NW-SW-Loggien (701, 716, 704, 713). Neubau der Exedra (706-711), der NW-SW Portiken (700, 717) mit den Treppenanlagen (723 und 729) und der Doppelporticus (718-729).
Änderungen im Architekturstil zeichnen sich in Pompeji zu Beginn der augusteischer Zeit zunächst bei Umbauten und Reparaturen und dem Aufkommen neuer Raumformen im Stadtbild durch Exedren und Apsiden ab.130
In der Villa kommt der neue Architekturstil als beherrschendes Motiv der Verwandlung sowohl in der Exedra als auch der Sala apsidata vor. Hierbei werden auf der Basis des römischen Fussmasses Mauersteine aus gelbem Tuff in den neuen Techniken des Opus reticulatum und Opus listatum, an Mauerenden in Opus testaceum verzahnt, aber auch eigenständig oder vermischt als Opus vittatum mixtum verwendet.
Das neue Mauerwerk wurde sodann überwiegend mit Dekorationen des III.Stils überzogen, wie die vorhandenen Beispiele und schwache Farbreste in der Exedra, der Sala apsidata und den Cubicula diurna beweisen. Für die neuverlegten Fußböden wird weiterhin weißer/schwarzer Marmor der Gruppe 5 mit weißen/schwarzen Rahmen verlegt. Dazu werden jetzt aber besonders kleine Tessellae von nur 5 mm verwendet und vegetabile Ornamente eingeführt. Für Türschwellen und Fensterbänke wurde weißer Marmor verwendet131. Von den Veränderungen wurden sämtliche Bereiche der Villa betroffen.